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Crémant kaufen – feinperlig, trocken und mit richtig viel Genuss fürs Geld
Ein guter Crémant bringt genau das ins Glas, was man von französischem Schaumwein erwartet: feine Perlage, Frische, Eleganz und Charakter – ohne dass man dafür gleich zum Champagner greifen muss. Bei Weinpicker findest du sorgfältig ausgewählte Crémants aus Frankreich und Deutschland, die nicht einfach nur prickeln, sondern richtig Freude machen: zum Anstoßen, zum Essen oder einfach, weil ein ganz normaler Abend ein bisschen Bläschen vertragen kann.
Welcher Crémant passt zu mir?
Crémant ist nicht gleich Crémant – und genau das macht ihn so spannend. Du magst es frisch, klar und eher mineralisch? Dann ist ein Crémant de Loire eine sehr gute Wahl, etwa zum Aperitif, zu Sushi oder Ziegenkäse. Darf es etwas cremiger, voller im Geschmack und auch zum Essen ein bisschen mehr sein, schau nach Crémant de Bourgogne mit Chardonnay und Pinot Noir. Und wenn du einen charmanten, fruchtigen Schaumwein für z.B. Brunch oder den Feierabend suchst, bist du mit Crémant d’Alsace meist bestens beraten.
Kurz gesagt:
- Loire - frisch, trocken und mineralisch.
- Bourgogne - voller, cremiger und dem klassischen Champagnerstil am nächsten.
- Alsace - fruchtig, duftig und leichtfüßig.
🎧 Jetzt anhören: Crémant – kurz erklärt.
Guter Cremant: Schaumwein in extra elegant.
Wenn es einen Schaumwein gibt, der voll im Trend liegt, dann ist das ganz eindeutig Crémant. Noch vor 25 Jahren war der edle Prickler hierzulande fast komplett unbekannt. Doch so um das Jahr 2010 setzte ein regelrechter Boom ein. Plötzlich genoss man überall den französischen Schaumwein. Verwunderlich ist das nicht. Er ist in der Regel noch einmal eine gehörige Schippe eleganter als ein Sekt und im direkten Vergleich ist Champagner bietet er oft erstaunlich viel Eleganz und Charakter für sein Geld. Wann ist ein Schaumwein eigentlich ein Crémant? Ist Crémant besser als Champagner? Neben einigen anderen Kriterien sind die drei entscheidenden Faktoren folgende:
- Die Trauben müssen zwingend von Hand geerntet werden. Maschinelle Ernte ist nicht zugelassen!
- Nur ganze, intakte Trauben dürfen verarbeitet werden.
- Der Wein muss die zweite Gärung in der Flasche (traditionelle Flaschengärung) durchlaufen haben.
2020 kam es dann zu einer großen Überraschung, als Statista bekannt gab, dass die Deutschen 2019 erstmals mehr Cremant als von seinem französischen Gegenspieler getrunken hatten. Was auch in den nächsten beiden Jahren so bleiben sollte. Erst im Jahr 2022 überholte er wieder mit einem hauchdünnen Vorsprung. Wobei sich die Präferenzen nicht geändert hatten. Von ihm gab und gibt es schlicht und ergreifend eine größere Menge. 2022 wurde halt deutlich mehr Schaumwein in Deutschland konsumiert. So einfach kann das manchmal sein.
Erfahre hier mehr über den noblen Schäumer:
Wie schmeckt Crémant?
Gibt es Crémant auch in Rosé?
Französischer Crémant:
Crémant aus Deutschland
Wie schmeckt Crémant?
Cremant schmeckt frisch und elegant, mit einer perfekten Balance aus Fruchtigkeit, Mineralität und Hefenoten. Er ist spritzig, lebendig und angemessen komplex.
Gibt es Crémant auch in Rosé?
Ja, gibt es! Der Wein darf nämlich sowohl weiß wie auch rosa sein. Für die weiße Variante darf ein Winzer auch rote Rebsorten verwenden, solange sie weiß gekeltert sind. Für die Herstellung eines Rosés gibt es unterschiedliche Methoden. Am aufwendigsten ist das sogenannte Saignée-Verfahren. Ihr Kern ist die Mazeration der Trauben. Hierbei wird der frisch gepresste Most der roten Trauben für bis zu 48 Stunden auf der Maische gelassen. Die Beerenschalen geben so ihre Farbe an den Traubenmost ab. Ein Vorgang, wie er auch bei der Vinifikation von Rotwein passiert - nur eben ohne Gärung.
Dieses Verfahren ist relativ tricky, denn man muss als Kellermeister auf den richtigen Zeitpunkt achten, um die gewünschte Farbe zu erhalten. Vergoren wird der rosa Most dann meist ganz normal im Tank. Wenn der rote Grundwein aus dem Tank geschüttet wird, sieht es aus, als würde dieser bluten. „Saigner“, von dem sich das Wort Saignée ableitet, bedeutet auf Französisch genau das: bluten.
Am häufigsten kommt beim Crémant Rosé allerdings das Assemblage-Verfahren zum Einsatz. Hier fügt der Kellermeister dem weißen Grundwein zwischen fünf und 20 Prozent Rotwein hinzu, bevor es dann für die zweite Gärung auf die Flasche geht. Außerdem ist es zulässig, dass auch in der Versanddosage etwas Rotwein ist. Dieser muss dann aber weniger als fünf Prozent der gesamten Mischung ausmachen. Für Farbe sorgt diese homöopathische Dosierung freilich nicht, aber sie kann tatsächlich bestimmte Aromen im Crémant verstärken oder akzentuieren.
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Französischer Crémant
Französischer Crémant spiegelt die Vielfalt und Tradition seiner Herkunftsregionen auf faszinierende Weise wider. Jede Region, vom Burgund über die Loire bis ins Elsass, bringt ihre eigenen Nuancen in den Crémant ein – geprägt von unterschiedlichen Böden, Klimabedingungen und Handwerksstilen. So entsteht eine Bandbreite an Crémants, die von feinmineralisch und elegant bis hin zu fruchtig und aromatisch reicht und die regionale Identität Frankreichs in jedem Glas erlebbar macht.
Den Anfang machten das Burgund und die Loire. Am 17. Oktober 1975 benannte man zum einen den Bourgogne Mousseux, wie man im Burgund den französischen Schaumwein vorher nannte, in Crémant de Bourgogne um. Und am selben Tag rief man auch an der Loire feierlich eine eigene Appellation aus. Beide Regionen legten vorab die Produktionsstandards fest, die bis heute generell gelten. Zugelassen sind Chardonnay, Pinot Blanc (Weißburgunder), Aligoté, Melone Blanc und Sacy Blanc auf der weißen sowie Pinot Noir (Spätburgunder) und Gamay auf der roten Traubenseite. Fun Fact: Auch Pinot Gris (Grauburgunder) ist zugelassen, zählt für hier aber offiziell zu den roten und nicht zu den weißen Rebsorten.
Wie es sich für das Burgund gehört, kommen vor allem Chardonnay und Pinot Noir für die Schaumweine zum Einsatz. Ein guter Crémant de Bourgogne brut ist sehr elegant, mit einer zarten Fruchtigkeit und einer feinen Perlage. 2016 führte man mit Eminent und Grand Eminent zwei weitere Qualitätsstufen ein. Ersterer muss mindestens 24 Monate, letzterer 36 Monate Minimum auf der Hefe ruhen. Diese strengen Vorschriften hat sonst keine andere Crémant-Appellation in Frankreich.
Welcher Crémant ist der beste? Eine interessante Frage. Darauf könnte man antworten, dass es darauf ankommt, wen man fragt. Was man allerdings sagen kann, ist, dass in Frankreich der Crémant aus dem Elsass der am meisten getrunkene Schaumwein nach Champagner ist.
Am 24. August 1976 rief man im Elsass die offizielle Appellation für den Elsässer Schaumwein ins Leben. Mit 3.900 Hektar Rebfläche, die sich über 119 Dörfer erstreckt, ist das Anbaugebiet der größte Produzent in Frankreich. Sage und schreibe 3.200 Weinbauern und 530 Häuser produzieren hier den beliebten Schaumwein. Als Rebsorten zugelassen sind Auxerrois, Chardonnay, Pinot Blanc, Pinot Gris und Riesling. Als einzige rote Traube ist Pinot Noir für den elsässer Schaumwein gestattet. Generell sind die Schaumweine von hier sehr leichtfüßig und haben einen floralen Touch. Außerdem findet man oft Anklänge von Pfirsich und Aprikose.
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An der Loire erzeugen 597 Weinbauern und 38 Schaumweinhäuser auf 2.626 Hektar in 255 Dörfern den herrlichen Prickler. Zugelassene weiße Rebsorten sind hier Chardonnay, Chenin Blanc und Orbois Blanc. Auf der roten Seite finden sich Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Grolleau Noir, Grolleau Gris, Pineau d'Aunis und Pinot Noir. Der große Star ist hier aber ohne Frage Chenin Blanc. Am beliebtesten ist der Crémant de Loire brut. Er brilliert in der Regel mit einer herrlich mineralischen Note sowie Birnen-Aromen, Kamillenblüten und hat gerne mal einen nussigen Oberton.
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Crémant aus Deutschland
Prozentual gesehen ist deutscher Crémant, der inzwischen in allen 13 deutschen Weinregionen bereitet werden darf, noch ein absolutes Nischenprodukt. Von den 2,6 Millionen Hektolitern Schaumwein, die 2020 auf die Flasche kamen, waren es nur 0,5 Prozent. Aber immerhin: Inzwischen produzieren 70 Betriebe hierzulande offiziell den Schaumwein. Stark vertreten sind dabei die Pfalz und Baden. In Deutschland sind die Produktionsregeln für den Crémant übrigens noch einen Tick strenger.
Während andere Länder bis zu 50 Gramm Restzucker pro Liter haben dürfen, sind es hier maximal 20 Gramm - in der Pfalz sogar nur 15 Gramm. Wir Deutsche sind eben nicht nur gründlich und streng, sondern mögen es auch gerne trockener im Glas. Ach ja, bei uns in Deutschland sind alle Rebsorten zugelassen, die auch in den jeweiligen Weinregionen angebaut werden dürfen. Am liebsten verwenden die Winzer allerdings Riesling - dicht gefolgt von Chardonnay, Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder. Die Schaumweine selbst haben in der Regel einen sehr eleganten und fein-fruchtigen Charakter.
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Welcher Crémant passt zum Aperitif, zu Fisch, Sushi oder Käse?
Ein trockener Crémant Brut ist dafür ziemlich genau der richtige Allrounder. Als Aperitif passt er zu kleinen Häppchen, salzigen Mandeln, Oliven oder geräuchertem Lachs; zu Fisch und Sushi bringt seine feine Perlage Frische ins Spiel und räumt den Gaumen nach jedem Bissen wieder auf. Besonders gut funktioniert ein frischer Crémant de Loire. Wenn es etwas gehaltvoller wird – Lachs, Jakobsmuscheln oder ein cremiger Brie – darf es gern ein Crémant de Bourgogne mit etwas mehr Tiefe sein.
Bei Käse gilt: lieber nicht gleich den kräftigsten Blauschimmel auspacken. Frischer Ziegenkäse, Brie, Camembert oder junger Comté sind deutlich bessere Partner, weil sie den Wein nicht überrollen. Wenn du nur eine Flasche für Gäste, Aperitif und Essen suchst: Ein trockener Crémant Brut ist die sichere Bank – festlich genug für den Anfang und frisch genug, um bis zum Essen dabeizubleiben.
Muss Crémant immer eiskalt sein?
Nicht eiskalt, sondern gut gekühlt: etwa 7 bis 9 °C ist ein sehr guter Bereich. Ist er zu warm, wirkt die Kohlensäure schnell breiter und der Wein weniger frisch. Ist er zu kalt, verschwinden Duft, Frucht und die feinen Noten, für die du ihn ausgesucht hast. Praktisch heißt das: rechtzeitig in den Kühlschrank legen und nach dem Öffnen nicht lange herumstehen lassen.
Wann ist Crémant die bessere Wahl als Prosecco?
Wenn du es etwas feiner, ruhiger und gastronomischer magst. Prosecco ist oft unkompliziert, fruchtig und direkt; Crémant bringt meist mehr Struktur, feinere Perlage und häufig einen cremigeren, längeren Eindruck am Gaumen. Das macht ihn besonders stark zu Essen – und zur sehr guten Wahl, wenn du etwas Festliches suchst, das trotzdem nicht geschniegelt wirken soll.
Welchen Crémant nehme ich, wenn ich einen trockenen möchte?
Schau zuerst auf die Bezeichnung Brut oder Extra Brut. Brut ist in der Regel trocken, frisch und angenehm zugänglich; Extra Brut ist noch straffer und hat weniger Dosage, also weniger zugesetzten Zucker. Ja, dieses eineWichtig: „trocken“ heißt bei Crémant nicht automatisch streng oder sauer. Gute Exemplare verbinden Frische mit Frucht, Cremigkeit und feiner Würze – und genau das macht sie so trinkig.
Welcher Crémant kommt Champagner am nächsten?
Wenn du einen Crémant suchst, der dem klassischen Champagnerstil am nächsten kommt, ist ein guter Crémant de Bourgogne meist die beste Wahl. Er wirkt oft etwas cremiger, kraftvoller und zeigt häufiger Brioche- und Hefenoten. Crémant de Loire setzt dagegen stärker auf Frische und Mineralität, während Crémant d’Alsace meist fruchtiger und zugänglicher wirkt.
Kann man Crémant auch einfach so trinken?
Unbedingt auch einfach so. Ein guter Crémant muss nicht auf den Geburtstag, die Hochzeit oder den einen großen Anlass warten. Gut gekühlt ist er ein starker Start in den Abend, macht sich prima auf dem Balkon, zum Sonntagsfrühstück oder wenn Freunde vorbeikommen und man nicht erst lange überlegen will. Die feine Perlage bringt sofort etwas Besonderes ins Glas – ohne dass daraus gleich ein Staatsakt werden muss.
Worin unterscheidet sich Crémant von Champagner?
Der größte Unterschied ist die Herkunft: Champagner kommt aus der Champagne, Crémant aus anderen Regionen. Stilistisch ist Crémant meist etwas zugänglicher im Preis, bleibt aber feinperlig und elegant.
Wie wird Crémant hergestellt?
Nach der traditionellen Methode: zweite Gärung in der Flasche, anschließend Lagerung auf der Hefe für feine Perlage und cremige Textur.
Was bedeutet der Name Crémant?
Übersetzt bedeutet Crémant "der Cremige". Diesen Namen erhielt der Schaumwein, weil die Kohlensäurebläschen aufgrund des ursprünglich geringeren Flaschendrucks ein cremiges Gefühl im Mund hinterließen.
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