Sancerre auf dem Level, das man sich vorstellt, wenn man an Sancerre denkt. „La Côte Blanche" wächst auf Feuerstein- und Kalk-Ton-Böden im Süden der Appellation – und man schmeckt es. Zitrus, Grapefruitschale, ein Hauch Exotik, dazu diese typische Mineralität, die einem Sauvignon Blanc aus der Loire erst seinen Charakter gibt. Im Glas frisch, kraftvoll und trotzdem elegant. C'est ça, la Loire.
La Côte Blanche – der Sancerre
Sancerre ist eines dieser Wörter, das Weintrinker sofort aufhorchen lässt. Zu Recht. „La Côte Blanche" von Sophie Bertin ist genau der Wein, den man vor Augen hat, wenn man an Loire-Sauvignon denkt – und dann noch einen Tick besser.
Feuerstein, Kalk, Ton: Ein Boden, der Charakter formt
Die Reben stehen im südöstlichen Teil der Appellation, auf einer Mischung aus Feuerstein und kalkhaltigem Ton. Wer schon mal einen wirklich guten Sancerre getrunken hat, kennt das Ergebnis: diese Spannung im Glas, diese präzise Aromatik, diese steinige Tiefe, die man nicht wirklich erklären kann, aber sofort erkennt.
Im Glas: Zitrus, Grapefruit, nasser Kies
Hellgolden im Glas, mit einer Nase, die direkt loslegt: reife Zitrusfrüchte, Grapefruitschale, ein Hauch Exotik, dazu diese feine mineralische Note – nasser Kies, Feuerstein, fast etwas Kreideartiges. Am Gaumen trocken, frisch, druckvoll. Die Säure ist lebendig, die Textur leicht kreidig, der Abgang lang. Ein Weißwein, der Haltung hat und sie zeigt.
Nachts geerntet, behutsam ausgebaut – und das schmeckt man
Das Weingut arbeitet mit HVE3-Zertifizierung und stellt auf biologischen Anbau um. Die Trauben werden nachts gelesen – kühlere Temperaturen, bessere Aromenerhalt. Danach schonende Pressung, kühle Gärung im Stahltank, längeres Lager auf der Feinhefe. Kein Holz, keine Ablenkung – nur der Wein, wie er sein soll.
Und das passt gut zu Sancerre:
Mariniertes Geflügel vom Grill? Unbedingt eine Flasche bereitstellen. Dieser Wein macht da eine sehr gute Figur – frisch genug, um mit der Würze mitzuhalten, ohne das Gericht zu überdecken.
Wer es etwas unerwarteter mag: Knoblauchgarnelen zu Pommes frites – die französische Antwort auf Fish and Chips, und ehrlich gesagt die bessere. Dazu ein Glas von diesem Sancerre, fertig.
Und für die Mutigen: Jahrgangssardinen in Olivenöl. Nicht für jeden, zugegeben – aber wer es kennt, weiß, warum der Wein hier so gut funktioniert. Die Kombination ist besser als sie klingt.