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Roséwein: Genuss in vielen Facetten
Guter Roséwein entsteht durch die Pressung roter Trauben und einer relativ kurzen Kontaktzeit der Schalen mit dem Most. Noch vor ein paar Jahren hat man Rosewein als harmlosen Swimmingpool-Wein belächelt. Inzwischen liegt der pinke Genuss nicht nur voll im Trend, sondern man feiert ihn jetzt auch als Alljahres-Allrounder.
Rosé: Die französische Ikone
Dank der Provence kann man Frankreich mit Fug und Recht als Homebase des Roséweins bezeichnen. Denn aus der südfranzösischen Weinregion stammen nicht nur die berühmtesten, sondern eben auch mit Abstand die meisten Rosés dieser Welt. Allein die Appellationen Côtes de Provence, Coteaux d‘Aix-en-Provence und Coteaux Varois en Provence produzieren 45 Prozent aller französischen Rosé-Weine. Was dann fünf Prozent der weltweiten Rosé-Volumens ausmacht. Beeindruckend!
Tatsächlich begann der Rosé-Boom in der Provence. Dabei hat man hier eigentlich nur aus der Not eine Tugend gemacht. Denn die südfranzösische Weinregion wollte eigentlich immer für Weißwein bekannt sein. In der brütenden Sommerhitze verkochten die empfindlichen Weißweintrauben aber fast in der Sonne. Das Ergebnis waren schwere und sehr füllige Weißweine, die mal so gar nicht zum leichten Lebensgefühl an der Côte d’Azur passen wollten. Für rote Trauben war und ist genau dieses Klima natürlich ideal. Doch Rotweine zu all den feinen Meeresfrüchten? Nein, die kamen bei den Sommergästen, die sich ab den 1950er-Jahren in der Provence tummelten, nicht so gut an. Deswegen verlegten sich die Winzer schnell auf Roséwein.

Rosé aus der Provence
Rosewein war also zunächst nur ein Kompromiss. Doch diesen perfektionierten die Winzer dann derart gut, dass die Gewächse inzwischen rund um den Globus heiß begehrt sind. Ein Rosé aus der Provence lässt sich in der Regel sehr gut erkennen. Optisch ist er durch ein sehr blasses Rosa geprägt. Ein typischer Rosé de Provence trumpft mit Aromen von Erdbeeren und Himbeeren auf. Manchmal findet man aber auch etwas Wassermelone. Einige Gewächse brillieren zudem mit einer herben Kräuternote oder einem salzigen Finish. Diese feine Mineralität ist den Kalkböden zu verdanken, auf denen die Reben gedeihen. Kommt noch eine rauchige Komponente hinzu, dann stehen die Weinstöcke wahrscheinlich auf einem der wenigen Schieferböden, die man in der Provence findet. Die drei Hauptrebsorten für Rosé de Provence sind Grenache, Cinsault und Syrah - komplettiert durch Mourvèdre und noch einer Handvoll anderer roter Trauben. Grenache bringt eine lebendige Säure in den Roséwein und sorgt zudem für eine gradlinige und ausbalancierte Struktur. Cinsault kommt zum Einsatz, wenn der Wein besonders blass sein soll. Denn die Trauben geben kaum Farbe ab. Dieser Rebsorte sind vor allem die schönen fruchtigen Beeren-Noten zu verdanken. Syrah indes ist sehr farbintensiv und ist für die Gerbstoffe im Roséwein verantwortlich. Davon hat die Traube nämlich viele. Neben Beerendurft spendiert Syrah dem Wein auch noch herrlich würzige Noten von schwarzen Oliven und Pfeffer.
Rosado aus Spanien
In Sachen Rosé-Produktion liegt Spanien auf dem weltweit zweiten Platz. Hier stellen Winzer im ganzen Land jährlich 20 Prozent der weltweiten produzierten Roséweine her. Anders als in Frankreich konzentriert sich spanischer Rosado aber nicht vorwiegend auf eine Region. Wobei es auch in Spanien mit der Rioja einen kleinen Schwerpunkt gibt. Hier bereitet man die Weine vor allem aus einer roten Traube zu. Nämlich Tempranillo. Der Rosado, wie man spanischen Rosé auch nennt, brilliert dank Tempranillo mit intensiven Erdbeeren-Aromen und kräftigen Kräutern. Im Priorat und im Toro hingegen ist vor allem die Rebsorte Garnacha bei den Rosado Weinen Trumpf. Hier finden wir dann oft neben den Erdbeeren auch wieder Himbeeren und Wassermelone als Aromengeber. Moment einmal! Das ist ja wie beim Grenache aus der Provence! Ja, dass stimmt. Garnacha ist halt der spanische Name dieser Rebsorte.
Rosato aus Italien
Wenn man das D in Rosado durch ein T tauscht, dann reist man in Sachen Rosé von Spanien direkt nach Italien. Hier findet man von Nord bis Süd überall Rosato. In jeder Region kommen dafür traditionell einheimische Rebsorten zum Einsatz. Im Piemont ist es zum Beispiel Barbera, am Gardasee nimmt man für einen Bardolino Rosato gerne die Traube Corvina Veronese. Am anderen Ufer des Gardasees, nämlich in Valtènesi ist es hingegen Gropello. In der Toskana besteht ein Rosato in der Regel hauptsächlich aus Sangiovese, während in Apulien vor allem Primitivo zum Einsatz kommt.
Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier wieder die Regel. Denn ganz im Norden von Apulien nehmen erfahrene und gute Winzer vor allem die beiden roten Trauben Bombino Nero und Malvasia Nera für ihre Roseweine. Die sorgen nämlich für viel Lebendigkeit und Frische, sind aber trotzdem verführerisch fruchtig. Du siehst: Durch die enorme Rebsortenvielfalt und die vielen unterschiedlichen Regionen lassen sich italienische Rosé tatsächlich nicht in eine einzige Geschmacksschublade stecken.
Rosé aus Deutschland
Im weltweiten Vergleich ist Deutschland tatsächlich nur ein
kleines Licht im Rosewein-Universum. Mit 69 Millionen Liter machen Rosés gerade
einmal drei Prozent der Gesamtproduktion aus. Damit liegen wir aber immerhin auf dem sechsten Platz im globalen Ranking. Tendenz steigend. Denn seitdem die Winzer Roséwein nicht mehr nur als Nebenprodukt sehen, sondern sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigen, steigt auch hierzulande die Qualität von Rosé - ebenso wie die Nachfrage.
Top-Rebsorte ist in Deutschland ohne Frage Spätburgunder. Diese Gewächse brillieren mit feinen Nuancen von Himbeere und Erdbeere und haben zudem auch noch ein sehr elegantes Mundgefühl. Meist wird solch ein Wein trocken ausgebaut. Aber auch Roséwein halbtrocken liegt immer mehr im Trend. Kaum ein anderes Weinbauland kann mit Restsüße so gut umgehen wie die deutschen Winzer! Wir haben hierzulande aber noch eine kleine Besonderheit. Also neben dem Rotling, auf den wir ja schon am Anfang eingegangen sind. In Deutschland gibt es nämlich noch den sogenannten Weißherbst. Auch er sieht aus wie ein normaler Rosewein - und schmeckt auch so. Trotzdem darf er sich nicht Rosé nennen. Denn bei einem Weißherbst darf ein Winzer bis zu fünf Prozent Rotwein mit reingeben.
Und wenn wir schon bei Genuss sind, dann möchten wir dir Roséwein allgemein gerne auch noch als Speisenbegleiter ans Herz legen. Denn diese Weine machen eben nicht nur im Sommer eisgekühlt an einem freien Nachmittag oder während eines lauen Abends sehr viel Freude. Dank ihrer Vielfalt können sie sehr unterschiedliche Gerichte begleiten und perfekt unterstreichen. Ein zarter Rosé de Provence ist zum Beispiel ideal zu gerillten Scampis oder Muscheln in sämtlichen Variationen. Er passt aber auch zu einem knackigen Sommersalat. Ein Rosé feinherb aus Deutschland kann scharfen Curry-Gerichten das feurige Brennen nehmen. Auch zu Sushi macht er eine hervorragende Idee. Du möchtest lieber spanische Tapas oder mexikanische Fajitas genießen? Dann schenke dir am besten einen Rosado aus Spanien dazu ein. Und ein italienischer Rosato ist ein Gedicht zu Carpaccio aller Arten. Wobei wir ihn auch zu gegrilltem Fisch wie Dorade sehr empfehlen können.
Du siehst: Die Welt der Roséweine ist erstaunlich vielfältig. Und wenn man sich etwas näher damit beschäftigt, dann sieht man schnell, wie viel Erfahrung ein Winzer braucht. Guter Rose Wein entsteht eben nicht aus dem Nichts. Da ist eine Menge Know-how und Fingerspitzengefühl nötig. Und weil wir immer mal wieder gefragt werden, welcher denn der beste Rosé ist … immer der, den du gerade im Glas hast und der dir großen Genuss schenkt. Aber um eine größere Bandbreite einfach auszuprobieren, schau dir doch mal unser Rosé-Probierpaket „La Vie en Rosé“ an.
Übrigens, weiterführende Infos zum Thema findest du in unserem Blogartikel "Von zart bis intensiv: Was du über Roséwein wissen musst".
Warum sieht Roséwein so unterschiedlich aus?
Bei der Direktpressung extrahiert man kaum Farbstoffe aus den Schalen. Deswegen ist dieser Rosé-Wein blassrosa. Wenn der Most Kontakt mit den Traubenschalen hat, dann wird der Rosé immer farbintensiver, je länger dieser Prozess andauert.
Aus welchen Ländern kommt Rosé?
Roseweine werden rund um den Globus in jedem Weinland hergestellt. Top-Produzent ist allerdings mit großem Abstand Frankreich. Vor allem die südfranzösische Provence. Aber auch Spanien und Italien sind wichtige Rosé-Länder. Deutschland liegt mit seiner Produktionsmenge auf Platz 6 des internationalen Rankings.
Welche Trauben sind in einem Roséwein?
Das ist ganz unterschiedlich! In Deutschland nimmt man gerne Spätburgunder, in der Provence sind es Grenache, Cinsault und Syrah. In Spanien heißt Grenache Garnacha und kommt dort neben Tempranillo auch gerne in einen sogenannten Rosado. In Italien heißt Rosé Rosato. Hier verwendet man in der Regel unterschiedliche einheimische Trauben, die sich von Region zu Region stark voneinander unterscheiden.
Ist Roséwein trocken?
In Frankreich baut man einen Roséwein trocken aus. Immer. Auch in den meisten anderen Ländern ist ein Rosé in der Regel trocken. Aus Deutschland kommen aber zudem hervorragende halbtrockene Rosés. Diese nennt man auch gerne Rosewein feinherb.
Wie schmeckt Roséwein?
Aufgrund der unterschiedlichen Herstellungsmethoden, der vielen Länder und Rebsorten gibt es keinen einheitlichen Rosé-Geschmack. Ein Rosé de Provence ist gerne feinfruchtig und elegant, ein deutscher Rosewein brilliert ebenso mit einer feinen Frucht, ein spanischer Rosado mit Würze.
Welches ist der beste Rose-Wein?
Immer der, den du gerade im Glas hast und der dir viel Genuss bereitet. Es gibt viele gute Rosés. Es lohnt sich sehr, da einfach mal durchzuprobieren. Grundsätzlich aber wird von vielen Weintrinkern der Provence-Rosé als der Beste angesehen.